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Der Darm: Anatomie und Funktion



Der Bauch einer Frau. © Thinkstock
Der menschliche Darm wird in drei Abschnitte unterteilt:
  • den Dünndarm
  • den Dickdarm
  • den Mastdarm
Im Dünndarm werden die Nahrungsmittel in einfache Bestandteile zerlegt, welche von den Epithelzellen der Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Er hat eine Länge von zirka vier Metern. Der Dünndarm beginnt nach dem Magenausgang mit dem kurzen Zwölffingerdarm (Duodenum), an den sich die langen, verschlungenen Abschnitte des Leerdarms (Jejunum) und Krummdarms (Ileum) anschließen. Zur Vergrößerung der Resorptionsfläche für die Nährstoffe ist die Schleimhaut mit vielen kleinen Zotten besetzt.

Der Dickdarm (Kolon) hat eine Länge von eineinhalb bis zwei Metern. Seine Aufgabe ist vor allem die Wasserresorption, das heißt, er dickt den Darminhalt ein. Er umrandet den Dünndarm wie ein Rahmen und beginnt im rechten Unterbauch mit dem Blinddarm (Caecum), an dem seitlich der Wurmfortsatz (Appendix) hängt. An der rechten Bauchseite steigt der Dickdarm nach oben (aufsteigendes Kolon), verläuft unterhalb der Leber nach einer Biegung quer bis zur linken Bauchseite (Querkolon) und geht nach einer weiteren Biegung in den absteigenden Teil (absteigendes Kolon) über. Im Anschluss daran folgt der zirka 20 Zentimeter lange S-förmige Sigmadarm (Colon sigmoideum), der in den Mastdarm (Rektum) übergeht. Hier wird der Kot gesammelt. Ein System von Muskeln verschließt den Darm nach außen und verhindert eine unwillkürliche Darmentleerung. Bei einer bestimmten Füllung wird Stuhldrang ausgelöst, der zu einer kontrollierten Darmentleerung führt.

Die innere Oberfläche des Darms besteht aus einer Zylinderzellschicht, in die Schleimdrüsen eingelagert sind. Der von ihnen gebildete Schleim macht den Kot gleitfähiger. Längs- und querverlaufende Muskelfaserschichten in der Darmwand sorgen für Darmbewegungen (Peristaltik), durch die der Darminhalt transportiert wird.

Grafik: Organe im Körper © vitapublic GmbH

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